DMEXCO 2025 Payment Trends: Live auf der Messe in Köln sprachen wir mit Philipp Lenz (ABRIO) über aktuelle E-Commerce-Entwicklungen in der DACH-Region, Erfolgsfaktoren im Checkout und die Rolle lokaler Zahlarten.
Neben ABRIO war auch Lyra vertreten – ein führender Payment Service Provider mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in Europa. Lyra unterstützt Händler in der DACH-Region mit einem breiten Portfolio an Zahlungsmethoden (inklusive SEPA, TWINT, Apple Pay, Google Pay), höchster PCI-DSS-Sicherheit und persönlichem Support. Das macht Lyra zu einem starken Partner für Unternehmen, die ihr Wachstum nachhaltig absichern wollen.
Dieses Interview zeigt: Während oft über Marketing, Produkte und Customer Experience gesprochen wird, sind Payment und lokale Zahlarten die wahren Hebel für Conversion und Wachstum.

ABRIO: Technologie & Marketing für Shopify-Projekte
Frage: Kannst du bitte kurz erklären, was ABRIO macht und wie ihr Händler mit Shopify unterstützt? Was unterscheidet ABRIO von anderen Shopify-Agenturen im DACH-Markt?
Philipp Lenz:
ABRIO ist eine spezialisierte Shopify Plus Agentur, die E-Commerce immer ganzheitlich denkt. Für uns bedeutet das, dass wir Händler nicht nur beim Aufbau und bei der Migration ihrer Shops begleiten, sondern auch langfristig dabei unterstützen, diese erfolgreich wachsen zu lassen. Shopify ist dabei die technologische Basis – aber entscheidend ist, was darüber hinaus passiert. Deshalb arbeiten bei uns Entwickler, Consultants und Marketing-Experten Hand in Hand. Neben klassischem Shopaufbau sind wir stark im Bereich Digital Marketing aufgestellt: Paid Media, Social, SEO und CRM gehören zu unseren Kernkompetenzen.
Unser Unterschied zu vielen anderen Agenturen im DACH-Markt liegt darin, dass wir Technologie und Marketing wirklich vereinen. Viele Dienstleister können entweder technisch exzellent entwickeln oder sie sind Marketing-getrieben. Bei ABRIO verschmelzen diese beiden Welten. Dadurch können wir Shopify-Projekte nicht nur sauber launchen, sondern auch strategisch weiterentwickeln – mit einem klaren Fokus auf Wachstum, Profitabilität und langfristige Kundenbindung.
Aktuelle Trends im Shopify-Markt (DMEXCO 2025 Insights)
Frage: Welche Trends siehst du aktuell im Shopify-Markt in der DACH-Region?
Philipp Lenz:
Wir beobachten mehrere spannende Entwicklungen. Einer der stärksten Treiber ist die Internationalisierung. Händler möchten ihre Märkte schnell erweitern, und Shopify ist dafür perfekt geeignet, weil Lokalisierungen bei Währungen, Sprachen und steuerlichen Anforderungen vergleichsweise einfach abgebildet werden können. Parallel dazu entwickelt sich B2B-Commerce auf Shopify Plus enorm stark. Immer mehr Hersteller und Großhändler, die früher auf komplexe ERP- oder Nischensysteme gesetzt haben, entscheiden sich inzwischen für Shopify, weil sie hier die Flexibilität und Geschwindigkeit bekommen, die sie brauchen.
Ein drittes Feld, das gerade viel Aufmerksamkeit bekommt, ist Tracking und Attribution. Themen wie Server Side Tracking, Consent Mode v2 und die Nutzung spezialisierter Attributions-Tools sind für Händler heute unverzichtbar, um ihre Marketingbudgets effizient steuern zu können. Hinzu kommt die enorme Bedeutung von Daten und Personalisierung. Händler wollen ihre Kunden nicht mehr nur auf Basis von Transaktionen betreuen, sondern echte, datengetriebene Journeys schaffen – mit personalisierten Empfehlungen, automatisierten Workflows und zielgerichteten Kampagnen.
Und schließlich sehen wir noch einen Trend, der uns in den kommenden Jahren massiv beschäftigen wird: Agentic Commerce. Gemeint ist, dass künstliche Intelligenz im Commerce nicht nur einzelne Prozesse automatisiert, sondern aktiv Kaufentscheidungen vorbereitet oder sogar direkt für den Kunden trifft. Hier wird sich die Zukunft des E-Commerce neu definieren, und wir beobachten die Innovationen in diesem Feld sehr genau, um unsere Kunden frühzeitig darauf vorzubereiten.
Payment als Conversion-Hebel – Erfahrungen aus der Praxis
Frage: Wie wichtig ist das Thema Payment im Shopify-Checkout für die Conversion Rate?
Philipp Lenz:
Payment ist einer der größten Hebel für die Conversion Rate. Der Checkout ist der sensibelste Moment im gesamten Kaufprozess. Alle Investitionen in Marketing, Design und Customer Journey führen zu diesem Punkt – und wenn hier Hürden entstehen, war alles davor vergeblich. Deshalb achten wir sehr stark auf die Geschwindigkeit des Checkouts, auf das Vertrauen, das durch bekannte Anbieter und Sicherheitslogos vermittelt wird, und vor allem auf die Auswahl lokaler Zahlarten. Kunden wollen so bezahlen, wie sie es gewohnt sind, und wenn ihre bevorzugte Methode nicht verfügbar ist, brechen sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ab.
Was wir allerdings darüber hinaus sehen: Es geht nicht nur darum, welche Zahlungsmethoden angeboten werden, sondern auch darum, wie sie präsentiert werden. Mit datengetriebenen Tests haben wir bereits mehrfach herausgefunden, dass Reihenfolge, Anzeigeort oder sogar das bewusste Weglassen einer Option die Conversion Rate massiv beeinflussen können. In manchen Shops wirkt es förderlich, Zahlarten schon im Warenkorb zu zeigen, in anderen führt das zu Verunsicherung und senkt die Abschlussquote. Genau diese Feinjustierungen machen den Unterschied. Wir arbeiten mit unseren Kunden daran, Payment nicht als reine Pflichtfunktion, sondern als aktives Conversion-Optimierungsfeld zu verstehen – und die Ergebnisse zeigen jedes Mal, wie groß der Hebel ist.
Lokale Zahlarten in der DACH-Region – Pflicht für Händler
Frage: Welche Zahlungsmethoden sind für Händler in der DACH-Region besonders entscheidend?
Philipp Lenz:
Die DACH-Region ist in ihren Zahlungsgewohnheiten sehr vielfältig. In Deutschland sind PayPal, Kreditkarte, Klarna und Sofortüberweisung unverzichtbar. In Österreich kommt EPS hinzu, das dort eine sehr hohe Verbreitung hat. Und in der Schweiz führt an TWINT kein Weg vorbei. TWINT hat sich in den letzten Jahren zu einer Art Standard im Onlinehandel entwickelt und ist mittlerweile für einen großen Teil der Schweizer Kunden die bevorzugte Zahlmethode. Händler, die sie nicht anbieten, verlieren dort direkt Umsatz. Genau deshalb ist es so wichtig, dass Payment-Anbieter wie Lyra lokale Lösungen abbilden können – ohne sie sind Händler im Wettbewerb schlicht im Nachteil.
Must-have Features für Shopify-Händler 2025
Frage: Welche Features oder Erweiterungen sind für dich „Must-haves“ im Shopify-Shop eines Händlers?
Philipp Lenz:
Ein moderner Shopify-Shop ist längst nicht mehr nur ein Schaufenster. Er ist ein datengetriebenes Vertriebssystem, das auf Wachstum und Kundenbindung optimiert sein muss. Zu den Must-haves zählen deshalb zunächst ein sauberes Setup für Tracking und Conversion APIs, damit Daten zuverlässig erfasst und analysiert werden können. Auf dieser Basis können Händler datengetrieben arbeiten – und das ist die Grundlage für alles Weitere.
Ein zweites Muss ist die Integration von CRM-Systemen wie Klaviyo, die es ermöglichen, Customer Journeys zu automatisieren und die Retention-Strategie eines Unternehmens auf ein neues Niveau zu heben. Ergänzt wird das durch Loyalty-Programme und Subscription-Modelle. Hier waren wir bei ABRIO schon früh Pionier und haben für viele Kunden maßgeschneiderte Lösungen entwickelt, die zu extrem hohen Retention Rates geführt haben.
Ein drittes zentrales Element ist datengetriebene Conversion-Rate-Optimierung. Wir sagen oft: Wer kein A/B-Testing betreibt, verliert jeden Tag Umsatz. Shopify bietet hier mit externen Tools viele Möglichkeiten, Hypothesen zu validieren und kontinuierlich besser zu werden. Darüber hinaus gehören leistungsfähige Suche- und Filterfunktionen, Internationalisierungstools für Märkte mit unterschiedlichen Währungen und Steuern sowie Performance-Optimierungen bei Ladezeiten zum Standard-Repertoire. Alles, was Daten, Personalisierung und Kundenbindung vorantreibt, ist heute kein Extra mehr, sondern ein Muss.
Lyra als PSP-Partner im E-Commerce
Frage: Was schätzt du an einem PSP wie Lyra? Was ist deiner Meinung nach der größte Vorteil, wenn Händler ein spezialisiertes PSP wie Lyra einsetzen?
Philipp Lenz:
Ein spezialisierter PSP wie Lyra macht Payment für Händler zu einem echten Wettbewerbsvorteil. Während Standardlösungen oft nur die Basics abdecken, geht Lyra viel tiefer – gerade was lokale Zahlarten und individuelle Anforderungen im DACH-Raum angeht. Händler profitieren von höchster Sicherheit, Compliance auf Enterprise-Niveau und einem persönlichen Support, der die spezifischen Bedürfnisse versteht und ernst nimmt.
Das Ergebnis: Payment läuft reibungslos, ohne dass Händler permanent nachsteuern müssen, und sie können sich auf ihr eigentliches Geschäft konzentrieren. Für uns ist klar: Ein PSP wie Lyra ist kein „nice to have“, sondern ein echter Partner, der Wachstum und Internationalisierung beschleunigen kann.
Ausblick: Shopify & Payment
Frage: Dein Ausblick – wie siehst du die Zukunft von Shopify in Kombination mit Payment-Lösungen wie Lyra?
Philipp Lenz:
Ich sehe die Zukunft in einer immer engeren Verzahnung von Plattform und Payment. Shopify ist die ideale Grundlage für Geschwindigkeit und Skalierbarkeit, aber erst durch spezialisierte PSPs wie Lyra werden Händler wirklich in die Lage versetzt, in unterschiedlichen Märkten mit den jeweils passenden Zahlarten erfolgreich zu sein.
Ein Praxisbeispiel aus unserer Arbeit zeigt das sehr deutlich: Wir haben einen Schweizer Händler übernommen, der zwar bereits Shopify nutzte, aber TWINT nicht im Checkout integriert hatte. Das führte dazu, dass viele Kunden den Kauf abbrachen. Nach der Integration von TWINT konnten wir die Conversion Rate massiv steigern – und der Händler verzeichnete innerhalb kürzester Zeit ein deutliches Umsatzwachstum. Dieses Beispiel macht klar: Payment ist nicht nur ein technisches Detail, sondern ein echter Gamechanger. Händler, die diesen Hebel aktiv nutzen, werden in Zukunft klar im Vorteil sein.
Fazit: DMEXCO 2025 zeigt, wie wichtig Payment wird
Das Gespräch mit Philipp Lenz (ABRIO) auf der DMEXCO 2025 verdeutlicht:
- Shopify wächst rasant in der DACH-Region, besonders im B2B und bei Internationalisierung.
- Payment ist einer der größten Hebel für Conversion und Kundenzufriedenheit.
- Lokale Zahlarten wie SEPA, EPS und TWINT entscheiden über Erfolg im Checkout.
- Spezialisierte PSPs wie Lyra bieten Unternehmen die Sicherheit, Technologie und Expertise, um ihre Payment-Strategie zukunftssicher aufzustellen.
Wer auf Shopify setzt und Payment strategisch versteht, legt den Grundstein für höhere Conversions, stärkere Kundenbindung und nachhaltiges Wachstum in 2025 und darüber hinaus.